In Ihrer Haarbürste haben sich Rückstände gesammelt? Entfernen Sie zuerst die festhängenden Haare und schauen Sie sich dann die Ansätze der Borsten oder Stifte an. Staub lässt sich meist vorsichtig lösen. Für klebrige Beläge braucht es eine Reinigung, die zum Material der Bürste passt. Tauchen Sie sie deshalb nicht einfach in Wasser. In der Pflegeanleitung steht, welche Teile feucht werden dürfen, sich waschen oder abnehmen lassen.
Auch wenn die Bürste auf den ersten Blick sauber aussieht, können am Bürstenboden Ablagerungen sitzen. Beim Bürsten gelangen sie möglicherweise wieder ins Haar. Bevor Sie Ihre Haarpflege umstellen, lohnt sich also ein genauer Blick auf die Bürste.
Rückstände zwischen den Borsten erkennen
Schauen Sie sich die Bürste bei hellem Licht an, auch entlang der Borsten oder Stifte bis hinunter zum Bürstenboden. Entfernen Sie erreichbare Haare vorsichtig mit den Fingern, ohne am Bürstenkissen zu ziehen oder Borsten herauszureißen. Darunter kommen oft Ansammlungen zum Vorschein, die vorher verdeckt waren.
| Was Sie sehen | Was dahinterstecken kann | Was hilft |
|---|---|---|
| Aufgewickelte Haare oder eine dichte Haarschicht | Festhängende Haare, in denen sich weitere Rückstände sammeln | Haare vor jeder feuchten Reinigung entfernen |
| Kleine graue Fusselknäuel um die Borsten | Eine Mischung aus Staub, Fusseln und Partikeln | Gut erreichbare Ansammlungen vorsichtig lösen |
| Eine glänzende, fettige oder klebrige Oberfläche | Talg sowie Reste von Pflege- oder Stylingprodukten | Die Oberflächen nach Pflegeanleitung reinigen |
| Weißliche Spuren oder verhärtete Ablagerungen | Getrocknetes Produkt oder eine Mischung verschiedener Rückstände | Nicht kräftig abkratzen, sondern nach Pflegeanleitung reinigen |
Die Farbe allein verrät nicht, woraus ein Belag besteht. Graue Fusselknäuel sind nicht zwangsläufig Schimmel, und hinter einer weißen Spur steckt nicht immer derselbe Inhaltsstoff. Schauen Sie auch darauf, wo die Ablagerung sitzt und wie sie sich anfühlt. Wie Sie die Bürste im Alltag verwenden, kann ebenfalls Hinweise geben.
Wie sich Ihre Gewohnheiten auf die Bürste auswirken
Wenn Sie eingeölte Haarlängen bürsten, schauen Sie besonders an den Borstenschäften und am Bürstenboden nach. Unser Ratgeber zu Haarölen hilft Ihnen bei der Auswahl der Pflege. Rückstände davon müssen Sie trotzdem von der Bürste entfernen.
Liegt die Bürste ungeschützt in einer Tasche, können sich Textilfasern darin sammeln. Nach dem Bürsten von gestyltem Haar haftet ein Belag womöglich fester als einfacher Staub. Das heißt für sich genommen noch nicht, dass Ihre Haarpflege ungeeignet ist.
So reinigen Sie die Bürste passend zu ihrem Aufbau
Schauen Sie nicht nur auf das Material des Griffs. Auch Bürstenkissen, Borsten, Klebestellen und Metallteile bestimmen, wie Sie die Bürste reinigen dürfen. Eine Kunststoffbürste kann etwa einen Hohlraum haben, in dem Wasser zurückbleibt. Bei einer Holzbürste braucht der Kopf möglicherweise eine andere Pflege als der Griff.
Wenn die Pflegeanleitung das Waschen erlaubt
Entfernen Sie zuerst die Haare. Verwenden Sie dann das in der Pflegeanleitung angegebene Reinigungsmittel und halten Sie sich an die beschriebene Methode. Mit einem weichen Hilfsmittel lassen sich die Stellen rund um die Borsten vorsichtig reinigen, sofern Ihre Bürste dafür geeignet ist. Entfernen Sie das Reinigungsmittel anschließend wie vorgesehen, damit kein Seifenfilm zurückbleibt.
Sehr heißes Wasser oder eine Mischung aus Haushaltsreinigern sind kein guter Weg, um die Reinigung zu verstärken. Auch aus der Bedeutung des pH-Werts in der Haarpflege lässt sich nicht ableiten, welches Reinigungsbad Ihre Bürste verträgt. Dafür ist die Pflegeanleitung des jeweiligen Modells maßgeblich.
Wenn die Bürste nicht ins Wasser darf
Lösen Sie erreichbare Rückstände möglichst trocken. Erlaubt die Pflegeanleitung feuchtes Abwischen, können Sie einzelne Stellen mit einem leicht angefeuchteten Tuch behandeln. Der Bürstenkopf sollte dabei nicht durchnässt werden. Gerade bei Naturborsten, Holz oder empfindlichen Verbindungen lässt sich die Reinigungsmethode einer anderen Bürste nicht einfach übernehmen. Fragen Sie im Zweifel beim Hersteller nach, wie Sie Ihr Modell pflegen sollen.
Vor dem Verstauen vollständig trocknen lassen
Nehmen Sie nach der Reinigung das Wasser auf der Oberfläche mit einem sauberen Tuch auf. Achten Sie darauf, die Borsten nicht zu verdrehen und das Bürstenkissen nicht kräftig zusammenzudrücken. Lassen Sie die Bürste an einem gut belüfteten Ort trocknen und legen Sie sie dabei so hin, wie es die Pflegeanleitung vorsieht. In eine geschlossene Kosmetiktasche gehört sie erst, wenn sie vollständig trocken ist.
Fühlen Sie auch an den Borstenansätzen und in den Vertiefungen nach: Ein trockener Griff sagt wenig darüber aus, ob dort noch Feuchtigkeit sitzt. Helfen Sie nicht mit einem Wärmegerät nach, sofern das nicht ausdrücklich erlaubt ist. Solange die Bürste noch feucht ist, lassen Sie sie an der Luft.
Wann eine neue Bürste nötig ist
Lässt sich ein Belag entfernen, hilft eine Reinigung. Schäden an der Bürste verschwinden dadurch allerdings nicht. Ersetzen Sie sie, wenn abgebrochene Stifte oder fehlende Schutzkappen scharfe Enden hinterlassen. Das gilt auch, wenn das Bürstenkissen reißt oder sich der Kopf vom Griff löst.
Bleibt nach sachgerechter Reinigung und vollständigem Trocknen ein Geruch zurück, sollten Sie genauer nachsehen. Sind Rückstände an einer unzugänglichen Stelle eingeschlossen, versuchen Sie nicht, die Bürste mit Gewalt zu zerlegen. Auch nach dem Reinigen sollte sie weder ungewöhnlich im Haar hängen bleiben noch kratzen.
Haarpflege reinigt nicht die Bürste
Der Perfektionierender Haar-Nebel ist kein Bürstenreiniger. Laut Hersteller hilft er, das Haar vor Hitze zu schützen und Frizz zu bändigen. Nach den Anwendungshinweisen wird er mit den Fingern oder einer Entwirrbürste im feuchten Haar verteilt. Anschließend wird das Haar mit warmer Föhnluft getrocknet. Vor dem Trocknen soll kein weiteres Stylingprodukt verwendet werden.
Nehmen Sie zum Verteilen deshalb eine saubere Bürste. Falls Ihre Beschwerden eher die Haut betreffen, finden Sie in unserem Artikel zur Kopfhautpflege weitere Hinweise. Die Bürste zu überprüfen bleibt auch dann sinnvoll.
Häufige Fragen zur Bürstenreinigung
Reicht es, die Haare zu entfernen?
Nein. Sie kommen dadurch zwar besser an den Bürstenboden heran, doch verdichteter Staub und klebrige Beläge bleiben unter Umständen sitzen.
Muss die Bürste grundsätzlich desinfiziert werden?
Eine Reinigung ist keine Desinfektion. Greifen Sie aber nicht wahllos zu Alkohol oder einem Desinfektionsmittel. Halten Sie sich an die Hinweise für Ihr Bürstenmodell.
Wann sollte ich die Bürste reinigen?
Schauen Sie auf den Zustand Ihrer Bürste und beachten Sie ihre Pflegeanleitung. Wenn Sie Fusselknäuel sehen, der Bürstenboden klebrig ist oder beim Abwischen Rückstände auf dem Tuch bleiben, ist es Zeit für eine Reinigung.







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