Bei Mischhaut glänzen Stirn, Nase oder Kinn über mehrere Tage hinweg stärker als die Wangen. Die Wangen können sich dabei angenehm anfühlen oder gelegentlich trocken wirken. Eine glänzende Nase nach einem warmen Tag sagt deshalb noch wenig über Ihren Hauttyp aus. Schauen Sie sich die einzelnen Partien ein paar Tage lang an und notieren Sie, wie sie aussehen und sich anfühlen.
Glänzt die Gesichtsmitte regelmäßig stärker als die Wangen?
Die Wangen müssen bei Mischhaut nicht sehr trocken sein. Vielleicht fühlen sie sich ausgeglichen an, glänzen kaum und spannen nicht. Für die Einordnung kommt es darauf an, wie sich der Talg im Gesicht verteilt. Trockene Stellen gehören nicht zwingend dazu.
Sehen Sie sich Stirn, Nase und Kinn einzeln an, danach jede Wange und die Haut um den Mund. Eine kleine schuppende Stelle am Mund sagt noch nichts über den Hauttyp des ganzen Gesichts aus.
Sichtbare Poren oder Unreinheiten können Hinweise geben, reichen allein aber nicht aus, um den Hauttyp zu bestimmen. Warum manche Gesichtspartien fettiger wirken, erfahren Sie in unserem Beitrag über überschüssigen Talg.
Beobachten Sie Ihre Haut mit der gewohnten Pflege
Bleiben Sie möglichst bei Ihrer Routine
Probieren Sie während dieser Tage nicht mehrere neue Produkte gleichzeitig aus. Wenn Sie Ihre gewohnte Pflege gut vertragen, bleiben Sie dabei – auch bei der Feuchtigkeitspflege. Sie wegzulassen, um die „wahre Haut“ zu sehen, hilft nicht weiter. Absichtlich ausgetrocknete Haut zeigt vor allem, wie sie auf die fehlende Pflege reagiert.
Ihre Haut muss sich nach der Reinigung nicht stark entfettet anfühlen. Die American Academy of Dermatology empfiehlt eine sanfte Reinigung mit den Fingern und lauwarmem Wasser, ohne zu rubbeln.
Betrachten Sie Ihr Gesicht möglichst zu ähnlichen Zeitpunkten und bei vergleichbarem Licht. Schreiben Sie dazu, ob Sie Make-up tragen oder gerade ein Pflegeprodukt aufgetragen haben. Dessen Finish kann ebenfalls glänzen; nicht jeder Glanz stammt von Talg. Auf Sonnenschutz sollten Sie für die Beobachtung nicht verzichten.
Was sehen und spüren Sie?
Eine Zeile pro Gesichtszone im Notizbuch genügt. Schreiben Sie auf, wo die Haut glänzt, wie sie sich anfühlt und ob Sie Schüppchen sehen. Fachbegriffe brauchen Sie dafür nicht. Mit Worten wie „matt“, „leicht fettig“, „angenehm“, „spannt“ oder „rau“ können Sie Ihre Beobachtungen später gut vergleichen.
| Zone | Was Sie sehen können | Was Sie fühlen können |
|---|---|---|
| Stirn, Nase, Kinn | Glanz an einzelnen Stellen, fettiger Film, Finish der Pflege | Angenehmes Gefühl, Spannen, Kribbeln |
| Jede Wange | Mattes oder glänzendes Aussehen, kleine Schüppchen | Geschmeidigkeit, Trockenheitsgefühl, unangenehmes Gefühl |
| Partie um den Mund | Schuppung oder Rötung an einzelnen Stellen | Unbehagen beim Lächeln, Brennen |
Halten Sie auch fest, was an dem Tag anders war. Hitze, Sport oder Kälte können das Hautbild beeinflussen, ebenso ein neuer Reiniger oder eine ungewohnte Pflege. „Nase glänzt nach dem Heimweg, Wangen fühlen sich angenehm an“ hilft beim späteren Vergleich mehr als „fettige Haut“. Mit einem Foto lassen sich sichtbare Veränderungen gut vergleichen. Ob die Haut spannt, können Sie darauf allerdings nicht erkennen.
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Was sagen Ihre Beobachtungen über den Hauttyp?
Glänzt die Gesichtsmitte regelmäßig und die Wangen deutlich weniger, spricht das für Mischhaut. Das gilt auch dann, wenn sich die Wangen angenehm anfühlen. Glänzen dagegen auch die Wangen großflächig, ist eine insgesamt fettige Haut wahrscheinlicher.
Spannt seit einer Pflegeänderung das ganze Gesicht, schauen Sie zunächst auf Ihre Routine. Möglicherweise verursacht sie eine Irritation. Das bedeutet nicht automatisch, dass sich Ihr Hauttyp verändert hat. Fällt Ihnen der Glanz vor allem nach dem Sport oder bei großer Hitze auf, vergleichen Sie ihn mit dem Hautbild an gewöhnlichen Tagen.
Eine glänzende Zone kann sich durchaus unangenehm anfühlen. Spannungsgefühl und Glanz können gleichzeitig auftreten, wie unser Beitrag über fettige, aber dehydrierte Haut erklärt. Auch Mischhaut kann zu wenig Wasser enthalten.
Bei Rötungen, Kribbeln oder Schuppung trifft die Beschreibung „trockene Wangen“ nicht unbedingt zu. Achten Sie dann auf die Anzeichen sensibilisierter Haut. Lassen Sie anhaltende oder starke Beschwerden medizinisch abklären.
Was braucht Ihre Haut vor dem nächsten Pflegekauf?
Versuchen Sie, Ihre Beobachtungen möglichst genau zu beschreiben: etwa „Gesichtsmitte fettiger, Wangen angenehm“ oder „Gesichtsmitte glänzt, Wangen spannen“. Damit lässt sich Pflege gezielter auswählen als mit der Bezeichnung eines Hauttyps allein. Glänzen nur einzelne Partien, müssen Sie beispielsweise nicht das ganze Gesicht mattieren.
Fühlt sich Ihre Haut unangenehm an, achten Sie auf die Feuchtigkeitsversorgung der Haut. Eine Maske kann Ihre Routine ergänzen. Wie Ihre Haut darauf reagiert, verrät Ihnen jedoch nicht, welchen Hauttyp Sie haben.
Der Hersteller beschreibt Pack de 4 Masques Bio-Collagène als eine mögliche Ergänzung, die die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgt und ihr Aussehen glättet. Legen Sie die Maske auf die gereinigte Haut. Passen Sie zuerst den unteren und danach den oberen Teil an. Empfohlen wird die Anwendung über Nacht oder tagsüber für mindestens 4 Stunden, bis die Maske vollständig transparent ist. Ziehen Sie sie anschließend vorsichtig ab; Abspülen ist nicht nötig. Als Anwendungshäufigkeit wird einmal pro Woche angegeben. Der Link führt zur französischen Produktreferenz und stellt kein deutsches Angebot dar.
Häufige Fragen zu Mischhaut
Müssen meine Wangen schuppen, damit ich Mischhaut habe?
Nein. Fühlen sich die Wangen angenehm an und sind sie weniger fettig als die Gesichtsmitte, ist der typische Unterschied bereits da. Die Haut muss dafür nicht schuppen.
Kann der Taschentuchtest eine eindeutige Antwort geben?
Der Test kann einen Fettfilm sichtbar machen, zeigt aber nur, wie die Haut in diesem Moment ist. Ob sie an diesen Stellen regelmäßig fettiger wird, lässt sich daraus nicht ableiten. Aufgetragene Pflegeprodukte können ebenfalls Spuren hinterlassen. Ein Taschentuchtest gibt Ihnen deshalb einen Hinweis, aber keine sichere Einordnung.
Was ist, wenn meine Beobachtungen von Tag zu Tag wechseln?
Schauen Sie, welche Veränderungen an gewöhnlichen Tagen wiederkehren. Erkennen Sie keine gleichbleibende Verteilung, halten Sie zunächst fest, was Ihre Haut gerade braucht. Beobachten Sie sie noch eine Weile, bevor Sie Ihre Pflege verändern.
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