Feinem Haar können Sie mehr Volumen geben, ohne es unnötig zu beschweren. Tragen Sie Pflege vor allem auf die Längen und Spitzen auf. Wirkt Ihr Haar danach schwer, nehmen Sie beim nächsten Mal weniger. Beim Trocknen können Sie die Ansätze sanft anheben. Die Haaroberfläche muss dafür nicht aufgeraut werden.
Liegen die Ansätze platt an und verknoten sich die Spitzen, verteilen Sie den Conditioner nur dort, wo Sie ihn zum Entwirren brauchen. Die Ansätze lassen Sie aus. Mehr Volumen beim Styling hält nur vorübergehend und verändert Ihr Haar nicht dauerhaft.
Shampoo auf die Kopfhaut konzentrieren
Verteilen Sie das Shampoo unter der Dusche auf der Kopfhaut und massieren Sie es mit den Fingerkuppen ein. Ziehen Sie die Spitzen nicht nach oben, um sie zusammen mit den Ansätzen zu kneten. Die American Academy of Dermatology (AAD) empfiehlt, Shampoo auf die Kopfhaut zu konzentrieren, statt es über die gesamte Haarlänge zu verteilen. So reinigen Sie Ihr Haar, ohne es unnötig auszutrocknen.
Wie oft Sie Ihre Haare waschen, hängt laut AAD vor allem davon ab, wie schnell Ihre Kopfhaut fettig oder schmutzig wird. Feines Haar braucht deshalb keinen festen Waschrhythmus.
Sind die Ansätze fettig und die Spitzen trocken, reinigen Sie die Kopfhaut, ohne die Spitzen häufiger zu waschen. Spülen Sie gründlich aus, auch hinter den Ohren und im Nacken. Wirkt Ihr Haar nach dem Waschen schwer, prüfen Sie zuerst, wo Sie die Produkte auftragen und ob Sie sie vollständig ausspülen. Ein stärker reinigendes Shampoo ist nicht automatisch der nächste Schritt.
Conditioner nur dort auftragen, wo sich das Haar schwer entwirren lässt
Die AAD empfiehlt, nach dem Waschen einen Conditioner zu verwenden. Bei feinem oder glattem Haar rät sie, ihn auf die Spitzen aufzutragen, bei trockenem oder lockigem Haar auf die Längen. Welche Bereiche Pflege brauchen, hängt also auch von Ihrer Haarstruktur und dem Zustand Ihres Haares ab.
Nehmen Sie eine kleine Menge und beachten Sie die Anwendungshinweise. Verteilen Sie den Conditioner zunächst zwischen den Händen und beginnen Sie an den Spitzen. Arbeiten Sie sich nur bis zu den Stellen vor, an denen sich das Haar schwer entwirren lässt oder der Kamm hängen bleibt. Bei einem Bob, bei dem nur die Spitzen trocken sind, müssen Sie nicht das gesamte Haar bedecken.
Halten Sie die angegebene Einwirkzeit ein und spülen Sie den Conditioner nach den Hinweisen aus. Sehen Sie sich Ihr Haar anschließend im trockenen Zustand an. Bleiben die Strähnen gebündelt und wirken beschichtet, verwenden Sie bei der nächsten Wäsche weniger.
Werden die Spitzen dann schwerer zu entwirren, geben Sie dort wieder etwas Pflege hinzu. Verteilen Sie sie nicht automatisch bis zu den Ansätzen.
Vor einem Produktwechsel zunächst eine Pflege weglassen
Conditioner, Maske, Leave-in-Creme und Finish-Öl müssen nicht bei jeder Wäsche gemeinsam zum Einsatz kommen. Fällt Ihre Frisur schnell zusammen, lassen Sie zunächst eine optionale Pflege weg. So erkennen Sie leichter, welchen Unterschied die einzelnen Produkte machen.
Eine Maske kann den Conditioner ersetzen, wenn dies in der Produktbeschreibung vorgesehen ist. Verwenden Sie Leave-in-Pflege nur an Spitzen, die sich weiterhin schwer stylen lassen. Beim Hitzeschutz sollten Sie sich dagegen an die Herstellerangaben halten. Verringern Sie die Menge nicht eigenmächtig, nur damit Ihr Haar leichter wirkt.
Panthenol, Öle oder Proteine allein verraten nicht, wie sich eine Formulierung im Haar anfühlt. Auch die Konzentration lässt sich nicht am Namen eines Inhaltsstoffs ablesen. Zwei Produkte mit demselben Inhaltsstoff können deshalb unterschiedlich wirken. Achten Sie auf den vorgesehenen Verwendungszweck und die Anwendungshinweise. Beobachten Sie außerdem, wie Ihr Haar darauf reagiert.
Wenn Sie bereits Öl verwenden, stellt unser Leitfaden für Haaröle mehrere Möglichkeiten vor. Tragen Sie das Öl auf die Spitzen auf und prüfen Sie das Ergebnis, bevor Sie mehr verwenden. Sie können auch darauf verzichten: Für mehr Volumen ist Öl nicht notwendig.
Wasser aufnehmen, ohne zu rubbeln, und ohne Ziehen entwirren
Wickeln Sie Ihr Haar nach dem Duschen in ein weiches Handtuch oder ein T-Shirt, um überschüssiges Wasser sanft aufzunehmen. Rubbeln Sie nicht kräftig an den Ansätzen und Längen, um das Haar aufzubauschen. Die AAD weist darauf hin, dass diese Reibung das Haar schädigen kann.
Verwenden Sie zum Entwirren einen grobzinkigen Kamm. Beginnen Sie an den Spitzen und arbeiten Sie sich langsam nach oben. Der passende Zeitpunkt hängt von Ihrer Haarstruktur ab. Bei glattem Haar empfiehlt die AAD, es vor dem Kämmen etwas antrocknen zu lassen. Dickes, lockiges Haar sollte nach ihrer Empfehlung unter der Dusche entwirrt werden, bevor der Conditioner ausgespült wird.
Wenn Ihr feines Haar lockig ist, bürsten Sie es nicht trocken, nur um mehr Fülle zu erzeugen. Formen Sie die Strähnen stattdessen während Ihres gewohnten Stylings, ohne an Knoten zu ziehen. Müssen Sie Ihr Haar danach besonders kräftig entwirren, lohnt es sich, diesen Styling-Schritt zu überdenken.
Ansätze mit mäßiger Hitze anheben
Stellen Sie Ihren Haartrockner auf eine niedrige oder mittlere Temperatur. Die AAD empfiehlt diese Einstellungen, die Verwendung eines Hitzeschutzes und einen begrenzten Einsatz von Wärmegeräten, weil übermäßige Hitze das Haar schädigen kann.
Um die Ansätze anzuheben, fassen Sie eine Haarpartie mit den Fingern und führen den Luftstrom darüber. Bleiben Sie nicht lange an einer Stelle der Kopfhaut. Lassen Sie die Partie los und wechseln Sie zur nächsten. Richten Sie die Bewegung an der gewünschten Form aus. Die Ansätze sollten nicht heiß werden. Ziehen Sie die Längen außerdem nicht wiederholt straff über eine Bürste.
Wenn Sie beim Styling zusätzlich einen Haar-Nebel verwenden möchten, kann der Perfektionierender Haar-Nebel eine Option sein. Beachten Sie die Anwendungshinweise und prüfen Sie zunächst, ob das Haar dadurch nicht beschwert wird.
Unser Artikel über die Verwendung eines Hitzeschutzes kann Sie bei der Vorbereitung auf das Trocknen unterstützen. Befolgen Sie die Anwendungshinweise Ihrer Formulierung, da sich die Vorgaben je nach Produkt unterscheiden. Auch eine schützende Pflege verhindert nicht, dass übermäßige Hitze das Haar schädigen kann.
Bei der nächsten Wäsche nur eine Sache ändern
Behalten Sie Ihre übrigen Gewohnheiten bei und tragen Sie den Conditioner nur an den Stellen auf, die ihn benötigen. Sehen Sie sich Ihr trockenes Haar danach an: Liegen die Ansätze wieder platt an? Lassen sich die Spitzen weiterhin leicht entwirren? So beurteilen Sie das Ergebnis besser, als wenn Sie Ihre gesamte Routine auf einmal verändern.
Wenn Sie abends eine Pflege ergänzen möchten, lassen Sie sie nicht bis zum nächsten Morgen einwirken, sofern dies nicht ausdrücklich vorgesehen ist. Lesen Sie unseren Artikel über nächtliche Haarpflege und prüfen Sie die Anwendungshinweise des jeweiligen Produkts.
Liegt Ihr Haar weiterhin wie gewohnt flach an, können Sie Ihr Styling anpassen. Neuer Haarausfall, ein breiter werdender Scheitel oder eine schmerzende Kopfhaut sollten jedoch ärztlich abgeklärt werden. Zusätzliche Volumenprodukte sind in diesem Fall nicht die richtige erste Maßnahme.







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