Ob Sie eine Haarmaske vor oder nach dem Shampoo anwenden, steht in der Gebrauchsanweisung. Ist die Pflege für danach vorgesehen, sollten Sie sie nicht einfach vor dem Waschen auftragen. Eine Pre-Shampoo-Pflege kommt dagegen vor dem Shampoo ins Haar. Die Bezeichnung „Maske“ auf dem Tiegel verrät allein noch nicht, wann das Produkt verwendet wird.
Fettet Ihr Ansatz schnell nach und verheddern sich die Spitzen beim Kämmen, müssen Sie Ihre gesamte Routine nicht gleich umstellen. Oft genügt es, etwas weniger Produkt zu nehmen oder die Pflege nur dort aufzutragen, wo sie gebraucht wird.
Pre-Shampoo-Pflege, ausspülbare Maske und Leave-in-Pflege werden jeweils anders angewendet. Sie müssen diese Produkte nicht miteinander kombinieren. Wichtig ist, dass die Kopfhaut sauber wird, sich die Längen gut entwirren lassen und das Haar nach dem Trocknen nicht beschwert wirkt.
Nach dem Shampoo: Halten Sie sich an die Angaben für die Maske
Ist Ihre Maske für die Anwendung nach dem Waschen vorgesehen, shampoonieren Sie Ihr Haar zuerst und spülen es aus. Danach verteilen Sie die Pflege auf den angegebenen Bereichen. Auf dem Tiegel steht meist auch, ob das Haar nass oder handtuchtrocken sein soll. Achten Sie außerdem auf Einwirkzeit und Ausspülhinweise – beides kann sich je nach Produkt unterscheiden.
Die American Academy of Dermatology empfiehlt nach dem Waschen eine Spülung, damit sich das Haar leichter entwirren und frisieren lässt. Gemeint ist ein Conditioner, nicht automatisch jedes Produkt, das als „Maske“ bezeichnet wird. Daraus folgt nicht, dass jede Maske nach dem Shampoo besser wirkt.
Schauen Sie auf dem Tiegel nach, ob zusätzlich eine Spülung vorgesehen ist. Lassen sich Ihre Längen gut entwirren und gefällt Ihnen das Ergebnis, müssen Sie nicht aus Gewohnheit beide Produkte verwenden.
Vor dem Shampoo: Dafür vorgesehene Pflege richtig anwenden
Eine Pre-Shampoo-Pflege tragen Sie nach der Gebrauchsanweisung auf und entfernen sie anschließend mit dem dort genannten Waschvorgang. Das kann gut passen, wenn Sie Ihre Routine gern mit dem Shampoo abschließen. Mehr Geschmeidigkeit oder eine bessere „Reparatur“ dürfen Sie von der Reihenfolge allein jedoch nicht erwarten.
Eine Maske, die für die Anwendung nach dem Waschen gedacht ist, vor dem Shampoo aufzutragen, entspricht nicht den Herstellerangaben. Das Ergebnis kann dadurch anders ausfallen. Wirkt Ihre gewohnte Maske platt oder schwer, nehmen Sie zunächst eine kleinere Menge und beschränken sie auf bestimmte Bereiche. Ändern Sie dabei nicht die Hinweise zum Ausspülen. Bringt das keine Verbesserung, passt möglicherweise eine andere Formel besser zu Ihrer Routine.
Wenn Sie eine Ölkur ausprobieren möchten, stellt unser Guide zu Haarölen und Haartypen diese Pflegekategorie vor. Ein Öl und eine formulierte Maske sind nicht austauschbar. Die Mengen und Einwirkzeiten des einen Produkts lassen sich nicht ohne Weiteres auf das andere übertragen.
Berücksichtigen Sie Haarstruktur und -länge
Verliert feines Haar nach der Pflege schnell an Volumen, können Sie, sofern die Gebrauchsanweisung es erlaubt, an den Spitzen beginnen. Bei feinem oder glattem Haar empfiehlt die AAD, die Spülung auf die Haarspitzen zu konzentrieren. Das kann Ihnen bei der Wahl des Auftragungsbereichs helfen. Ob eine bestimmte Formel zu Ihrem Haar passt, lässt sich daraus allein aber nicht ableiten.
Bei trockenem oder lockigem Haar empfiehlt dieselbe Quelle, den Conditioner über die gesamte Länge zu verteilen. Teilen Sie die Strähnen mit den Fingern, damit sich die Pflege gleichmäßig verteilt. Lockiges Haar braucht nicht automatisch eine besonders reichhaltige Textur. Achten Sie lieber darauf, wie leicht sich die Längen entwirren lassen und wie sie nach dem Trocknen aussehen.
Auch die Haarlänge spielt eine Rolle. Bei einem kurzen Schnitt ist es manchmal schwierig, die Spitzen zu erreichen, ohne die Kopfhaut zu berühren. Bei langem Haar arbeiten Sie am besten abschnittsweise und konzentrieren sich auf die Bereiche, die sich verheddern. Mehr Produkt im gesamten Haar ist nicht automatisch die bessere Lösung. Bei gleicher Haarlänge hängt die benötigte Menge außerdem von der Formel und den Angaben des Herstellers ab.
Fettiger Ansatz und trockene Spitzen: Maske auf die Längen begrenzen
Auch bei einem schnell nachfettenden Ansatz können Sie die Spitzen pflegen. Waschen Sie die Kopfhaut und tragen Sie die Maske, sofern die Gebrauchsanweisung es erlaubt, nur auf die Längen auf. Die AAD empfiehlt, das Shampoo auf die Kopfhaut zu konzentrieren, statt die gesamte Haarlänge damit zu bearbeiten.
Eine Maske für die Längen ist nicht automatisch für die Kopfhaut geeignet. Tragen Sie sie nicht auf den Ansatz auf, wenn Sie Juckreiz oder Schuppen behandeln möchten.
Spüren Sie während der Anwendung ein Brennen oder eine Reizung, spülen Sie das Produkt aus und verwenden Sie es nicht weiter. Halten die Beschwerden an, holen Sie ärztlichen Rat ein. Dann reicht es nicht, nur die Reihenfolge von Maske und Shampoo zu verändern.
Auf dem Tiegel zählt die Gebrauchsanweisung, nicht die Textur
Zwei Masken mit demselben Öl, Keratin oder denselben Proteinen können unterschiedliche Anwendungshinweise haben. Der Name eines Inhaltsstoffs sagt weder etwas über seine Konzentration noch über das Ergebnis des fertigen Produkts aus. Auch eine dicke Textur bedeutet nicht automatisch, dass die Maske stärker konzentriert ist oder länger einwirken muss.
Prüfen Sie vor der Anwendung, wann die Pflege aufgetragen wird, ob das Haar trocken oder feucht sein soll und für welche Bereiche sie gedacht ist. Lesen Sie auch die Einwirkzeit und die Hinweise zum Ausspülen. Fehlt eine wichtige Information, fragen Sie beim Hersteller nach, statt selbst zu improvisieren.
Lassen Sie die Maske nicht bis zum nächsten Morgen im Haar, um ihre Wirkung vermeintlich zu verstärken. Unser Artikel über nächtliche Haarpflege stellt Produkte vor, die für die Nacht entwickelt wurden. Eine längere Einwirkzeit macht aus einer ausspülbaren Maske keine Nachtpflege. Fühlt sich das Haar danach weicher an, ist das außerdem kein Beweis für eine dauerhafte Reparatur der Haarfaser.
Beim nächsten Waschen nur einen Schritt verändern
Behalten Sie Ihr gewohntes Shampoo bei und wenden Sie die Maske in der angegebenen Reihenfolge an. Hat sich Ihr Haar beim letzten Waschen schwer angefühlt, reduzieren Sie zunächst nur die Menge oder tragen Sie die Pflege ausschließlich auf die Spitzen auf. Beobachten Sie nach dem Trocknen, ob sich die Längen angenehm anfühlen und gut entwirren lassen. So können Sie die Wirkung besser einschätzen, als wenn Sie gleichzeitig Reihenfolge, Menge und mehrere Produkte verändern.
Verwenden Sie regelmäßig ein Glätteisen oder andere Hitze-Stylinggeräte, sollten Sie nicht darauf vertrauen, dass eine Maske diese wiederholte Belastung ausgleicht. Die AAD empfiehlt, die Verwendung von Hitzegeräten zu begrenzen, eine niedrige oder mittlere Temperatur zu wählen und ein geeignetes Schutzprodukt zu verwenden. Für Ihr Hitzestyling lesen Sie unseren Artikel über die Verwendung eines Hitzeschutzes und halten Sie sich an die Gebrauchsanweisung der gewählten Pflege. Zum Abschluss Ihrer Haarpflege können Sie den Perfektionierenden Haar-Nebel verwenden: Er schützt und lässt das Haar glänzen.







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